Home Geschichten Die Tenniselfen im Luftballon
Kinderglück

Kennst Du das Märchen von den Tenniselfen im Luftballon ? Nun- Das geht so :
Vor vielen, vielen Jahren lebte ein kleines Mädchen bei seinen Eltern in einer kleinen Stadt. Und immer, wenn die Zeit des Karnevals kam, wollte es sich verkleiden und mit den anderen Kindern durch die Stadt ziehen. Ihre Mutter nähte ihr Kostüme, malte ihr das Gesicht an und setzte ihr schöne Hüte auf. Sie war immer das schönste Mädchen von allen.

An einem Rosenmontag lief sie mit den anderen mit dem Karnevalszug durch die Stadt. Sie lachten, tanzten und sangen fröhliche Lieder und winkten den anderen Menschen zu. „Helau und Alaaf“ riefen sie, und sammelten schnell die Bonbons ein, die ihnen dafür von den schön geschmückten Wagen zugeworfen wurden.

Da lief sie an einem kleinen Jungen vorbei, der sehr traurig aussah. Er hielt viele bunte Luftballons in seiner Hand. Aber niemand kümmerte sich darum. Leer hingen sie herunter und bewegten sich nicht.

Da ging Katherina, denn so hieß das kleine Mädchen zu ihm hin und sagte zu ihm: „Willst Du, daß die Luftballons tanzen?“ „Klar“, antwortete ihr der Junge, „aber wie soll das gehen“, fragte er sie. „Das ist ganz einfach“, antwortete sie. „Du musst diese Öffnung in den Mund nehmen und kräftig Luft hineinpusten.“ „Und was passiert dann“, fragte sie der Junge.

„Im Bauch von Deinen Luftballons schlafen kleine Tenniselfen. In dem Moment, wo Du die Luft hineinpustest, werden die Luftballons ganz dick, und die Elfen werden wach. Sie schlafen immer solange, bis jemand den Ballon aufbläst. Und dann freuen sie sich und fangen an zu tanzen und zu springen; und darum sieht es für uns Menschen auch so aus, als ob der Luftballon lustig und fröhlich hin und herfliegt.“ Oh, das hört sich schön an, freute sich der Junge und gab all den Menschen um sich herum einen Luftballon und bat sie, ihn aufzublasen.

Und siehe da, im gleichen Moment reckten sich die Ballons mit all ihren bunten Farben in die Luft, und sie tanzten wunderschön in den Händen der Menschen.

Der Junge versuchte in das Innere eines Ballons hineinzuschauen; weil er die Tenniselfen sehen wollte. Aber die sind für uns Menschen unsichtbar. Er wusste jetzt aber dennoch, daß es sie gibt, denn immer, wenn er nun einen Ballon aufblies, fing dieser wieder an zu tanzen, und die Elfen waren für ihn aufgewacht.